Austrian Power Grid - Stromversorgung besteht COVID19-Belastungsprobe

Austrian Power Grid - Stromversorgung besteht COVID19-Belastungsprobe

Im Bild v.l.n.r. Gerhard Christiner (technischer Vorstand APG), Thomas Karall (kaufmännischer Vorstand APG, Anna Kleissner (Vorstand ECONOMICA-Institut)

„Nach vier Monaten Corona-Pandemie in Österreich können wir festhalten, dass die österreichische Stromversorgung diese Belastungsprobe bestanden hat und zu jedem Zeitpunkt gesichert war“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand der APG. Die Corona-Krise brachte verschiedenartige Herausforderungen, die es jeweils in kurzer Zeit zu bewältigen galt: Der Rückgang des Stromverbrauchs, historisch niedrige Strompreise, aus dem Markt fallende Kraftwerkskapazitäten, die Umstellung der Arbeitsweise (zum Beispiel Teamsplitting, Home-Office etc.) mit speziellen Anforderungen an den Wartenbetrieb und das Instandhaltungsteam.

„Diese Krise hat uns gezeigt, dass wir als Systembetreiber jederzeit auf das Unvorhergesehene vorbereitet sein müssen. Dazu zählen auch Versorgungsengpässe für den Fall, dass zu wenig Strom produziert wird oder die Netzkapazitäten für den Stromtransport nicht ausreichen. In den vergangenen Jahren hat sich Österreich zu einem Importland für Strom entwickelt, was mehrfach zu kritischen Netzsituationen führte. Die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine sichere Stromversorgung Österreichs müssen jedenfalls Teil eines Energiegesetz-Pakets werden“, sagt Christiner.

Für die Integration der erneuerbaren Energie bedarf es eines Netzausbaus, um den Strom zu den Kunden zu bringen. Der verzögerte Netzausbau und daraus folgende Kapazitätsdefizite machen bereits heute sogenannte Redispatch (Notfallmaßnahmen) notwendig und kosten die österreichischen Stromkunden im Jahr 2019 rund 150 Millionen Euro. Durch einen zeitnahen Ausbau der Stromnetze könnten diese Kosten gespart und insgesamt 30.000 zusätzliche Elektroautos in Österreich nach dem gerade beschlossenen Förderprogramm der Bundesregierung gefördert werden. Wesentliche 380 kV Projekte wie die Salzburgleitung, die Weinviertelleitung sowie die Deutschlandleitung unterstützen die Dekarbonisierung des Energiesystems.

350 Millionen Euro Wirtschaftsimpuls

Die heuer investierten 350 Millionen Euro sind ein wesentlicher Schritt zur Erweiterung der Netzkapazitäten der APG. „Darüber hinaus sind diese Millionen gut investiertes Geld: Mit dem Rückgang der Wirtschaftsleitung zu Beginn des Jahres sind Investitionen in die heimische Wirtschaft gerade jetzt so wertvoll, weil sie ein echter Turbo Booster sind“, sagt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand APG. Insgesamt 350 Millionen Euro wird Austrian Power Grid im Jahr 2020 in die heimische Wirtschaft investieren. Wie viel ein investierter Euro bringt, zeigt die aktuelle ECONOMICA-Studie. Laut der unabhängigen Studie wird damit eine heimische Wertschöpfung in Höhe von 205,7 Millionen Euro erwirtschaftet. „Mit jedem Euro, der in der Bauwirtschaft generiert wird, werden weitere 3,4 Euro an Wertschöpfung im Rest der Wirtschaft ausgelöst. Mit jeder investierten Million kann ein Kleinbetrieb mit ca. 9 Arbeitsplätzen geschaffen bzw. gesichert werden“, konstatiert Anna Kleissner, Mitglied des Vorstandes des ECONOMICA Instituts. Insgesamt 167 Mio. Euro fließen unmittelbar und mittelbar an Steuern und Abgaben an die Gebietskörperschaften. Insgesamt liegen die Investitionen der APG für den Netzaus- und Umbau in den kommenden zehn Jahren bei 2,9 Milliarden Euro.

Quelle: Austrian Power Grid AG Mag. Christoph Schuh Leitung Corporate Communications & Reputation Management/Unternehmenssprecher / ots  //  Fotocredit: APG/foto-agent.at

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