Erfolgreiche Bergrettung in Gosau

Erfolgreiche Bergrettung in Gosau

Am 8. November 2017 um 12:30 Uhr wurde die Polizei Bad Goisern vom Polizeipräsidium Duisburg über eine Abgängigkeit eines Bergsteigers im Raum Gosau in Kenntnis gesetzt. Am 3. November 2017 teilte der 45-jährige deutsche Staatsbürger seinem Vater via SMS mit, dass er für den 4. November eine Wandertour plane. Da sich sein Sohn bis zum 6. November 2017 nicht mehr meldete und dieses Verhalten absolut untypisch sei, erstattete der Vater bei der Polizei in Deutschland die Abgängigkeit. Die von der Polizei Deutschland geführten Erhebungen ergaben, dass der Mietwagen des Abgängigen im Raum Gosau abgestellt sei und diese verständigten die österreichische Polizei. Eine örtliche Streife konnte das Fahrzeug am Parkplatz beim Vorderen Gosausee schneebedeckt auffinden. Die gewonnenen Erkenntnisse und der Kontaktaustausch mit den Angehörigen und der Polizei Deutschland wurde dabei gepflegt und eine Suchaktion mit Mitgliedern der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden und Mitgliedern der Bergrettungsortsstellen Gosau, Hallstatt und Obertraun am Abend des 8. November vorbereitet. Aufgrund der winterlichen Verhältnisse und Neuschneemengen von eineinhalb Meter mit akuter Lawinengefahr war jedoch eine Suchaktion bei Dunkelheit nicht möglich. Dem abgängigen Bergsteiger ist es in der Nacht zum 9. November gelungen einen Notruf abzusetzen, wobei die Verbindung mit der Bezirksleitstelle rasch wieder abbrach. Der Beamte der Leitstelle kontaktierte anschließend per SMS den Bergsteiger, wobei dieser mitteilte, dass er bereits vor vier Tagen in einen Felsspalt (30 Meter Tiefe) gestürzt sei. Aufgrund der detaillierten Ortsangaben wurde durch die Rettungsmannschaften trotz der schwierigen Bedingungen und unter akuter eigener Lebensgefahr die Suche im Bereich der Adamekhütte im Dachsteingebirge am 9. November um 01:00 Uhr gestartet und der Verunfallte um 04:00 Uhr geortet und lebend aufgefunden. Der 45-jährige Bergsteiger hat augenscheinliche Verletzungen an der Schulter und Sprunggelenk und wird derzeit für den Abtransport mit dem Rettungshubschrauber vorbereitet.

Quelle: LPD OÖ

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