Facettenreicher Johann Sebastian Bach

GMUNDEN - Musica Gratia schenkt Gmunden abermals ein großes Chor- und Orchesterkonzert mit fünf Solisten

Aus Dankbarkeit dafür, dass die Musik ihr Leben außergewöhnlich bereichert, schenken Herlinde und Günther Schaller den Menschen ihrer Heimatstadt Gmunden zum sechsten Mal ein großes Chor- und Orchesterkonzert. Es soll drei wesentliche Facetten im Schaffen des Genies Johann Sebastian Bach erklingen lassen. „Prägnanter als mit den drei Werken, die wir ausgesucht haben, geht es kaum“, sagt Herlinde Schaller.

Das Kirchenkonzert eröffnet eine kurze Motette für Chor, Orgel und Continuo; „Lobet den Herrn, alle Heiden“ BWV 230. Als Hauptwerk des Abends ist das Magnificat in D-Dur BWV 243 anzusehen, geschrieben für das Fest Mariä Heimsuchung im Jahr 1733. Die ungemein dichte Komposition gilt als eines der bekanntesten Chorwerke des Thomaskantors. Das fünfstimmige Stück besticht durch äußerste formale Geschlossenheit und erhält durch Pauken und Trompeten einen besonders festlichen Charakter.

Die Kantate „Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir“ fällt durch ihren ungewöhnlichen Beginn, ein Orgelsolo, auf. Der Bach-Kenner identifiziert es als eine Adaption der Partita für Violine solo in E-Dur. Am Orgelpositiv wird  der Gmundner Organist, Chorleiter und Bach-Enthusiast Lukas Raffelsberger zu hören sein.

Das im ganzen Land rekrutierte Ensemble Musica Gratia zählt 23 MusikerInnen. Dazu kommt einmal mehr der renommierte 35-köpfige Chor „Singfoniker in f“ aus dem Attergau. Bei dessen Dirigenten Karl Lohninger liegt auch die Gesamtleitung des Konzertes. Als GesangssolistInnen treten auf: Martina Daxböck (Sopran), Martina Gmeinder (Alt), Virgil Hartinger (Tenor) und Stefan Zenkl (Bass).
 

Termin: Samstag, 18. 5., 19 Uhr, Kapuzinerkirche Gmunden, Eintritt freiwillige Spenden

Titelbild: Der Chor Singfoniker in f / © Johannes Hemtsberger