WWF-Umfrage zu Skigebieten in Österreich eindeutig

WWF-Umfrage zu Skigebieten in Österreich eindeutig

Klimalandesrat Stefan Kaineder machte sich ein Bild vor Ort, wo die umstrittene Skigebietserweiterung im Bergdorf Vorderstoder umgesetzt werden soll

Gestern veröffentlichte der WWF eine market-Umfrage unter mehr als 1.000 Befragten in Österreich, in der sich diese mit großer Mehrheit von 64 Prozent für einen generellen Ausbaustopp von Seilbahnen aussprechen. 87 Prozent sind gegen einen Ausbau in unverbauten Gletscher- und Hochgebirgsregionen. 

Im August dieses Jahres wurden von der Gemeinde Vorderstoder Pläne zur Errichtung eines neuen Skigebiets in Vorderstoder samt Verbindung mit dem bestehenden Skiort Hinterstoder vorgelegt. Daraufhin hat sich eine breite Bürger/innenbewegung gegen das geplante Projekt gebildet. Zankapfel an dem Projekt ist nicht nur der massive Eingriff in die Natur, sondern auch, ob das Projekt aufgrund des immer schneller voranschreitenden Klimawandels wirtschaftlich überhaupt noch sinnvoll sein kann. Die nun vom WWF veröffentlichte Umfrage zeigt nun zusätzlich auf, dass die Bevölkerung mit großer Mehrheit einem zusätzlichen Ausbau von Skigebieten sehr kritisch gegenüber steht.

„Wir müssen uns die Frage stellen, wie sinnvoll ein Skigebiet in einer Höhenlage zwischen 750 und 1200 Metern ist, wenn man bedenkt, dass die Klimaerwärmung weiter voranschreiten wird. Der geplanten Skischaukel in Vorderstoder würden rund 40 Hektar Wald zum Opfer fallen und ein bedeutender und wunderschöner Naturraum würde zerschnitten. Die WWF-Umfrage zeigt jetzt auch, dass die Menschen einen Ausbau von Skigebieten – vor allem auch angesichts der Klimakrise – sehr kritisch sehen. Wir müssen uns gut überlegen, ob wir Millionen Steuergelder in ein derartiges Projekt stecken wollen“, so Klimalandesrat Stefan Kaineder, der eine Studie zur künftigen Schneesicherheit im Stodertal im November präsentieren wird.

Quelle, Fotocredit: Land OÖ  



 

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