Mit Know-How an Fachhochschulen den KMU-Forschungsmotor für Aufschwung nutzen

Mit Know-How an Fachhochschulen den KMU-Forschungsmotor für Aufschwung nutzen

Im Bild von links nach rechts: Kurt Koleznik, Generalsekretär FHK - Bundesministerin Margarete Schramböck - Henrietta Egerth, Geschäftsführerin FFG - Wilhelm Behensky, Vorsitzender der Geschäftsleitung der FH Campus Wien

„Wir nützen den KMU-Forschungsmotor gezielt für den Aufschwung und unterstützen Forschung für die Wirtschaft mit den Fachhochschulen als starke Forschungspartner“, so Wirtschafts- und Forschungsministerin Margarete Schramböck.Die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort besuchte gemeinsam mit Kurt Koleznik, Generalsekretär der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz (FHK) und Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), ein Forschungsprojekt an der FH Campus Wien und gab den Start der Ausschreibung „FH – Forschung für die Wirtschaft“ bekannt. „Damit werden die Unternehmen mit Unterstützung der Fachhochschulen gezielt gestärkt und können auf Basis der Forschungsleistungen an FH innovative Produkte und neue Technologien entwickeln“, betont die Ministerin. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) stellt acht Millionen Euro zur Verfügung. Einreichungen sind bei der FFG bis 16. September 2020 möglich.

„Die Ausschreibung des BMDW ist ein wichtiges und richtiges Signal für die hohe Bedeutung und Relevanz der Forschung an Fachhochschulen. Als Hochschulen stehen wir für eine forschungsgeleitete Lehre mit hohem Anwendungs- und Praxisbezug. Dieses Profil macht uns als Hochschulen in Österreich einzigartig. Durch die zahlreichen Kooperationen der Fachhochschulen mit der Wirtschaft, vor allem mit regionalen KMU, wird diese Einzigartigkeit zum Ausdruck gebracht,“ so FHK-Generalsekretär Koleznik.

„Wir verleihen den Unternehmen weiteren Rückenwind, um den Aufschwung durch Innovation zu meistern und schneller und dynamischer aus der Krise hervorzugehen“, betonen Henrietta Egerth und Klaus Pseiner anlässlich des Starts der Ausschreibung „FH – Forschung für die Wirtschaft“. „Damit stärken wir auch den Technologie- und Know-How Transfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie den Kompetenzaufbau an Fachhochschulen bzw. deren Transferstellen“, so die beiden FFG-Geschäftsführer.

Die FFG wickelt die themenoffene Ausschreibung ab, einreichen können Fachhochschulen. Die Ausschreibung beginnt heute am 3. Juni 2020 und endet am 16. September 2020. Gefördert werden strategisch ausgerichtete Projekte mit mittel- bis längerfristiger Wirkung, die die Forschungs- und Innovationskompetenzen von Fachhochschulen zur Unterstützung von Unternehmen (v.a. KMU) verbessern. Die maximale Förderung pro Projekt liegt bei 1,3 Millionen Euro, die maximale Förderquote bei 70 Prozent. Die Projektlaufzeit beträgt drei, vier oder fünf Jahren.

Die Ausschreibung „FH – Forschung für die Wirtschaft“ ist die mittlerweile 8. Ausschreibung in der bestehenden FFG-Programmlinie „COIN (Cooperation&Innovation) Aufbau“. In den bisherigen sieben Ausschreibungen wurden 107 Projekte mit 186 Fördernehmern gefördert, gesamt standen dafür 69 Millionen Euro zur Verfügung. Es hat sich dabei ein zunehmend starker Digitalisierungsschwerpunkt gezeigt: In der 7. Ausschreibung hatten 8 der 13 geförderten Projekte einen Fokus auf das Thema Digitalisierung (AR/VR, Big Data, Blockchain, Internet of Things, Industrie 4.0, eHealth).

Eines der in der vergangenen Ausschreibung geförderten Projekte ist MIGRATOX an der FH Campus Wien. Das Projekt (Laufzeit: Juli 2018 – Juni 2023) erforscht die Sicherheit von Lebensmittelverpackungen und hat als Projektpartner das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) an Bord. Das Know-How der Projektpartner soll zu einem umfangreichen Paket verknüpft und den Herstellern von Lebensmitteln, Verpackungen und Medizinprodukten zur Verfügung gestellt werden. Dies dient einer Erhöhung der Produktsicherheit und speziell österreichische KMU können durch den Innovationsvorsprung der „schadstofffreien Verpackung“ ihre internationalen Wettbewerbschancen erweitern.

„Als Fachhochschule treiben wir praxisorientierte Forschungsarbeit voran, die der Gesellschaft für aktuelle und künftige Herausforderungen nachhaltige Lösungen bietet“, so Wilhelm Behensky, Vorsitzender der Geschäftsleitung der FH Campus Wien über die Ziele der Forschungsvorhaben an der FH Campus Wien. „Mit dem Forschungsprojekt MIGRATOX heben wir dank enger Kooperation mit namhaften internationalen Partnerinnen und Partnern aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie die Verpackungssicherheit auf ein neues Level, davon profitieren auch die Konsumentinnen und Konsumenten.“

Quelle: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Josephine Raimerth Pressesprecherin der Bundesministerin Margarete Schramböck, Presseabteilung BMDW, FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK) Mag. Kurt Koleznik, Generalsekretär / ots  //  Fotocredit: BMDW/Hartberger

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