SEGELSPORT: Bildstein / Hussl auf Europa-Trip

SEGELSPORT: Bildstein / Hussl auf Europa-Trip

Benjamin Bildstein und David Hussl befinden sich gerade mitten in einer großen Europa-Tour: Spanien – Ungarn – Spanien – Dänemark – Deutschland, ehe mit der Heim-EM am Attersee der Höhepunkt dieses Jahres folgt. Untergeordnet ist alles dem großen Ziel der 49er-Weltranglistenersten: den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.

Benjamin Bildstein und David Hussl sind wieder voll und ganz im normalen Leben eines Profisegler angelangt – zumindest was die Reisetätigkeit betrifft. Vom Trainingsblock in Santander (ESP) ging es direkt zur historischen Langstreckenregatta am Plattensee (HUN), um von dort wieder zurück zur Atlantikwelle nach Spanien zu reisen. Nächste Stopps vor der Heim-EM am Attersee: Aarhus (DEN) und Kiel (GER). 

Ältester Wettbewerb Europas als neue Erfahrung
Die beiden 49er-Asse, die ursprünglichen einen langen Trainingsblock in Santander / Spanien geplant hatten, folgten kurzfristig einer Einladung nach Ungarn zur Kékszalag. Mit einer Länge von 155 Kilometern ist diese Regatta das längste Segelevent Europas. Das Kékszalag wurde erstmals 1934 organisiert und ist damit auch der älteste Wettbewerb dieses Kontinents. „Es war eine tolle Abwechslung und eine coole Erfahrung. Bei dieser Regatta war Vielseitigkeit gefordert. Unser Boot musste stark adaptiert werden, damit es langstreckenfähig ist. Es war eine spannende Herausforderung am Boot zu basteln und die Veränderungen dann am Wasser auszuprobieren. Wir waren in Summe 26,5 Stunden durchgehend auf dem Wasser“, so Bildstein. „Wir waren eines von in Summe 535 Booten. Es sind die unterschiedlichsten Boote mitgefahren. Natürlich ist das mit einer 49er-Regatta nicht zu vergleichen. Segeln ist aber ein facettenreicher Sport und es ist wichtig auch neben der Stammklasse neue Erfahrungen zu sammeln, die uns früher oder später weiterbringen könnten“, ist Hussl froh, der Einladung zum Kékszalag gefolgt zu sein.

Gefühl und Technik auf der Altantikwelle
Mittlerweile sind Benjamin Bildstein und David Hussl, die erst kürzlich zum Team des Jahres in Vorarlberg geehrt wurden, wieder an der spanischen Nordküste angekommen, um sich hier noch einige Tage auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. „In Santander liegt unser Fokus auf dem Segeln mit Welle. Wir haben hier großartige Atlantikwellen, da gilt es das Gefühl zu verfeinern und an der Technik zu feilen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf Materialtests. Es ist unglaublich wichtig, dass wir nach der Zwangspause wieder so viele Segelstunden wie möglich bei Wind und Welle absolvieren“, zeigt sich der Steuermann motiviert. 

Heim-EM das Highlight des Jahres
Nach wichtigen Zwischenstopps in Aarhus (Dänemark) und bei der Kieler Woche (Deutschland) folgt für die Weltranglistenersten mit der Heim-EM am Attersee das Highlight dieses Jahres. „Es war lange Zeit unsicher, ob die EM überhaupt stattfinden kann und wie viele Regatten es überhaupt noch vor den Olympischen Spielen geben wird. Dass die EM nun in Österreich ausgetragen wird ist natürlich extrem cool“, so Vorschoter David Hussl. „Das EM-Feeling Zuhause zu erleben wird etwas ganz Besonderes. Es ist die wichtigste Regatta, die wir in diesem Zeitraum haben. Wir sind davon überzeugt, dass der Segelsport in Österreich davon profitieren wird und setzen alles daran, unser Land bei der Heim-EM würdig zu vertreten“, ergänzt Benjamin Bildstein.

 

Quelle: Öst. Segelverband / Fotocredit: © (C) David Pichler

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